Jugendgipfel
Wer einen einsamen Gipfel besteigen möchte, sollte die Besteigung des „Jugendgipfels“ ins Auge fassen. Gibt es doch im Internet keinen einzigen Eintrag darüber.
Die Tour startet in Oberiss (dort hin gelangt man am besten mit einem E-Bike). Bereits der Hüttenaufstieg ist eine abwechslungsreiche Wanderung durch Wald, Almboden entlang des Wildbaches, der durchs Oberbergtal hinunter rauscht. Auf der Hochebene eröffnet sich ein erster Blick auf die Franz-Senn-Hütte. Vorbei an der Alpeinalm (leider geschlossen) geht es bei wunderbaren Panorama direkt zur Hütte. Nun hat man sich eine erste Stärkung verdient.
Im Süden der Franz-Senn-Hütte erhebt sich die dunkle Felsschneide der Sommerwand. Von der Franz-Senn-Hütte folgt man dem Stubaier Höhenweg Richtung Regensburger Hütte, biegt aber schon nach wenigen Schritten bei einer Gabelung rechts auf den Pfad Richtung Vordere Sommerwand ab. Dieser führt über einen Grasrücken hinauf. Nach etwa 10 Minuten könnte man rechts einen weglosen Abstecher zum kleinen Unteren Sommerwandsee einlegen. Der markierte Pfad führt links unterhalb der Sommerwand aufwärts – neben großen, vom längst verschwundenen Gletschereis glatt geschliffenen Gesteinsplatten, über die ein munterer Bach plätschert. Zeitweise wird‘s hier ein bisschen nass und schlammig, denn das Wasser überströmt immer wieder die Wegtrasse.
Immer weiter Richtung Innere Sommerwand gelangt man beim Gletschersandbecken auf einer Höhe von 2.670 Metern an die Abzweigung zum Jugendgipfel (nicht beschildert). Nach einem kurzen Stück auf einer Anhöhe ragt das wunderschöne hölzerne Gipfelkreuz empor!
Der Retourweg kann über das „Stiergschwez“ Richtung Franz-Senn-Hütte unternommen werden, wo dann anschließend auch unbedingt das köstliche Essen von Hüttenwirt Thomas Fankhauser genossen werden sollte.
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Ein einsamer Gipfel in den Stubaier Alpen
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5:00 Std
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970hm/ 11,7 km
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